Rennsport

Rennsportlegenden am Nürburgring

03_Simmungsbilder beim 1000 KM Rennen auf dem Nürgergring-Juni 1958-004_500px

So gut wie alle Rennsportlegenden sind mit dem Nürburgring verbunden. Neben Wolfgang Graf Berghe von Trips, bemühten sich auch Niki Lauda und Jim Clark um die Bestzeit und den Sieg in der „Grünen Hölle“. Sie alle haben die Geschichte des Nürburgringes mitgeschrieben und geprägt.

1958 war ein besonderes Jahr, was die Entwicklung der Rennwagen angeht. Beim Großen Preis gewann der Engländer Tony Brooks auf Vanwall. Doch das Außergewöhnliche an Brooks Wagen war: er hatte Scheibenbremsen. Jedoch ereignete sich beim selben Rennen auch einer der vielen Todesfälle in der „Grünen Hölle“. Der Engländer Peter Collins überschlug sich am „Pflanzgarten“, nachdem er von der Strecke abkam, und verunglückte tödlich. Das neue Rennidol der Deutschen, Wolfgang Graf Berghe von Trips wurde auf Ferrari Vierter. 1960 fand dann das ADAC-6-Stunden-Rennen zum ersten Mal statt. 1961 strömen fast 100.000 Zuschauer zum Großen Preis von Deutschland, welche durch den, für die damalige Zeit, großen Medienrummel sorgenden Wolfgang Graf Berghe von Trips angelockt wurden. Er wurde mit seinem Ferrari Zweiter.

1963 glich der Gran Prix einer Regenschlacht, doch der Engländer Graham Hill auf BRM war nicht zu bremsen und gewann das Rennen souverän. 1966 fuhr der Australier Jack Babham beim Grand Prix seine Eigenkonstruktion als Erster durchs Ziel. Doch auch dieses Rennen forderte wieder Opfer. John Taylor erlag vier Wochen nach dem Grand Prix einer Infektion seiner Brandwunden, welche er sich zuzog, als er mit einem anderen Fahrer kollidierte, von der Strecke abkam und sein Wagen Feuer fing. 1967 erlangte Porsche dann endlich den ersten Gesamtsieg beim ADAC 1000-Kilometer-Rennen. Ein Jahr später musste der Weltmeisterschaftslauf für Motorräder nach der 19. von 26 zu fahrenden Runden abgebrochen werden, da ein Waldbrand das Befahren der Strecke unmöglich machte. Der bis dahin führende Giacomo Agostini wurde zum Sieger erklärt. Am 4. August desselben Jahres sah es allerdings ganz anders aus. Beim Grand Prix der Formel-1 machten Nebel und Regen das Rennen fast unmöglich. Doch trotz der erheblichen Wetterprobleme kämpfte sich der Schotte Jackie Stewart mit seinem Matra-Ford als Erster ins Ziel.

1969 kam es zu einem weiteren tödlichen Unfall auf der Nordschleife. Gerhard Mitter nahm mit einem Formel 2 Wagen von BMW am Training der Formel-1 teil und verunglückte am „Schwedenkreuz“ tödlich. 1974 gewann der Schweizer Clay Regazzoni mit seinem Ferrari den Grand Prix und stellte ein Jahr später einen neuen Rundenrekord mit 7:06,5 Minuten (192,8 km/h) auf. 1977 findet der Grand Prix der Formel-1 vorerst das letzte Mal auf dem Nürburgring statt. Der vorerst letzte Sieger in der „Grünen Hölle“ ist der Engländer James Hunt auf McLaren-Ford.1983 stellte Stefan Bellof einen ganz entscheidenden Rekord auf. Mit seinem Porsche 956C fuhr er die schnellste je gefahrene Rundenzeit auf dem Ring mit 6:11,13 Minuten.

1984 war dann der Bau der neuen und kürzeren Rennstrecke fertig und zur Einweihung fand ein Schaurennen statt mit 20 identischen Mercedes-Benz, an dem viele bekannte Rennfahrer teilnahmen. Gesiegt hat an dem Tag der Brasilianer Ayrton Senna. Noch im selben Jahr fand der Grand Prix von Europa statt, bei dem der Franzose Alain Prost auf McLaren als Erster das Ziel erreichte. 1985 fuhr Michele Alboreto auf Ferrari beim Großen Preis von Deutschland zum Sieg. Danach verabschiedete sich die Formel-1 wieder nach Hockenheim. 1995 kehrte sowohl die Formel-1 als auch die Motorradweltmeisterschaft wieder zurück zum „Ring“. Am 1. Oktober 1995 fuhr Michael Schumacher auf Benetton-Renault als erster deutscher Fahrer als Sieger durchs Ziel und wiederholte dies in den Jahren 2000, 2001, 2004 und 2006. Weitere deutsche Fahrer wie Ralf Schuhmacher im Jahr 2003 und Sebastian Vettel im Jahr 2013 konnten den Formel 1 Grand Prix gewinnen.

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